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Filmkritiken

Clash of the Titans

Also prallten Sie aufeinander, die Götter, die Skorpione und Perseus, Sohn des Zeus. Sam Worthington stieg also quasi wieder in einen Avatar - einem Demi-God diesmal. Und als solcher durfte er ganz böse in der Weltgeschichte umherschauen, denn mehr als das kann dieser überbewertete Schauspieler nun wirklich nicht, er ist quasi der britische Til Schweiger.

Aber was solls. Der Film ist ein sauberer Haudrauf-Film mit geilen Skorpionen. Echt, die Skorpione sind geil und es sind viele und werden immer mehr. Hier hat quasi der Scorpion-King in die Wüste gewichst und Wind gesät, den der arme Perseus nun erntet…, ok, ich gebs ja zu, es war der kranke Kumpel von Hades (Ralph Fiennes…was macht der in diesem Film???), aber der Scorpion-King ist halt auch ein feiner Haudraufbrocken.

Aber etwas kann man gleich vergessen: 3D. Das ist bestenfalls schlecht gepimptes 2D. Viele Szenen sind gar nicht 3D, da kann man sich die Brille vom Kopf nehmen und wenns dann ein wenig schwubberig wird und man mit der Tiefenschärfe Guzzi geben muss, ja dann kann man sich das Teil mit ner lockeren, ausschweifenden Handbewegung wieder ins Gesicht ziehen und dem Nachbar vielleicht noch in den Popcornkübel spucken. Lässig.

Sigs wies well, auf jeden Fall findet Perseus er sei eher Fisherman als Demi-God und zieht mit den Menschen gegen seinen Vater Zeus (Liam Neeson…brauchte das Geld wohl auch) und dessen Bruder Hades in den Krieg, da diese am Tod seines Fisherman-Vaters schuld sind. Soweit sind die Fronten mal klar. Also zieht man Lord-of-the-Rings-mässig Richtung Hexenweiber – einfach weniger spassig als die kleinen Hobbitse, denn Mads Mikkelsen als Draco ist nicht annährend so lustig drauf wie früher als er noch in „Pusher“ mitschabernakte – bis dann halt mal die Skorpione kommen. Aber die sind echt Hau-den-Perseus diese Dinger, wie der Kraken, anders übel. Und manchmal sind diese Skorpione sogar 3D!

Der eine oder andere gesellt sich dann auf der Reise zu der Truppe, der eine oder andere gesellt sich auch wieder fort, mal vitaler, mal eher weniger. Und irgendwann kommts dann zum Showdown mit dem Kraken, der ein wenig den gleichen Weiber-Fetish hat wie König Kong ausm Urwald. Huga!

Das wärs dann in etwa gewesen. Die Story ist wirklich sehr, sehr dünn, aber weder schlechter noch besser als bei „Avatar“ (und vor allem wähnt man sich nicht im Sekten-Seminar für Anfänger), „300“ oder „The Mummy“. Zudem hat Regisseur Louis Leterrier auf Überlänge verzichtet, was den Film aus meiner Sicht nie langweilig werden lässt.  

„Clash of the Titans“ ist kein schlechter, aber auch kein sonderlich toller Actionfilm, aber 3D kann man sich definitiv sparen.

Wertung: 6 von 10 Punkten
Roger, 12. April 2010